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Ein Jahr raus von Zuhaus´ – Erzbistum Paderborn versammelt Missionare auf Zeit

Rund 40 „Missionare auf Zeit“ (MaZ) aus dem Erzbistum Paderborn trafen sich für ein Wochenende im Landhaus am Heinberg in Warburg-Germete. Einige von ihnen werden im Sommer einen einjährigen Freiwilligendienst in sozialen Projekten in Afrika, Asien, Osteuropa oder Lateinamerika beginnen, andere sind im vergangenen Sommer bereits zurückgekehrt und konnten ihre Erfahrungen weitergeben. Unter den jungen Leuten im Landhaus am Heinberg waren auch vier ausländische MaZ, die gerade einen Freiwilligendienst in Deutschland absolvieren. Sie kommen aus Brasilien, Indien und Indonesien. Von ihren Eindrücken und Perspektiven profitierten alle Anwesenden, denn sie konnten den Deutschen gut spiegeln, wie sie das Leben hier empfinden. Für sie scheinen in Deutschland Pünktlichkeit und Freiheit – auch für Kinder - eine große Rolle zu spielen und sie genießen den Schnee, den sie hier zum ersten Mal erleben durften.

Die rückgekehrten MaZ reflektierten ihre Zeit im Ausland und dessen Auswirkungen auf ihr Leben zurück in Deutschland. Einigen fiel auf, dass Ereignisse im Einsatzland von der deutschen Presse kaum aufgegriffen werden und es schwer ist, von hier aus an Informationen zur Lage in Madagaskar oder Namibia zu gelangen. Andere vermissten die fröhlichen und ausgelassenen Gottesdienste. Viele bemerkten Veränderungen in ihrer Lebensweise hin zu einem nachhaltigeren Konsum und einem bewussten Umgang mit Ressourcen. Währenddessen sammelten die zukünftigen MaZ Ideen, welche Spiele ohne viele Sprachkenntnisse und Material mit ein bisschen Kreativität mit Kinder- und Jugendgruppen gespielt werden können. Abends konnten sie auf spielerische Weise einen ersten Eindruck davon gewinnen, was es heißt, in eine neue Kultur einzutauchen.

Ein Höhepunkt des Wochenendes war der Gottesdienst mit Weihbischof Matthias König. Ein Messgewand aus dem Kongo sowie einige Gegenstände, die Rückkehrer aus ihren Einsatzländern mitgebracht hatten, machten die weltkirchliche Atmosphäre sichtbar. Weihbischof König, der zuvor gespannt den Eindrücken und Fragen der MaZ gelauscht hatte, betonte im Gottesdienst Mut und Gottvertrauen, das einen auch durch herausfordernde Zeiten im Freiwilligendienst tragen kann.

Gerne kommen die rückgekehrten MaZ auch in ihre Gemeinde, Schule oder Firmgruppe und berichten von ihren Erfahrungen.

Interessierte können sich noch bis Ende Februar im Referat Weltmission-Entwicklung-Frieden für ein Jahr im Ausland 2018/2019 melden. Ab dem 01. März 2018 werden dort Bewerbungen für eine Ausreise im Sommer 2019 entgegen genommen.

Hintergrund MaZ-Programm

Das Referat Weltmission-Entwicklung-Frieden im Erzbischöflichen Generalvikariat unterstützt junge Frauen und Männer nach ihrer Schulzeit, der Berufsausbildung oder nach dem Studium bei einem Einsatz sogenannten Ländern des Globalen Südens. Besonders engagierte Menschen in der Pfarr- und Jugendarbeit im Gebiet der Erzdiözese haben gute Chancen, für das Programm ausgewählt zu werden. In Kooperation mit den Ordensgemeinschaften und Partnerschaftsgruppen findet der Einsatz in kirchlichen Projekten statt. Universitäten und Fachhochschulen erkennen den Auslandsaufenthalt bisweilen als Praktikum an.