Haltestelle

Spiritueller Newsletter "Haltestelle"

22.05.2017
Neuanfang - der Liebe wegen
Lieber Leser, liebe Leserin,

Joh 14,18Ich werde euch nicht als Waisen zurücklassen, sondern ich komme wieder zu euch. 19Nur noch kurze Zeit, und die Welt sieht mich nicht mehr; ihr aber seht mich, weil ich lebe und weil auch ihr leben werdet. 20An jenem Tag werdet ihr erkennen: Ich bin in meinem Vater, ihr seid in mir und ich bin in euch. 21Wer meine Gebote hat und sie hält, der ist es, der mich liebt; wer mich aber liebt, wird von meinem Vater geliebt werden und auch ich werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.

 

Die Bibelstelle aus dem Evangelium nach Johannes hat besonders in der jetzigen Zeit eine überaus hohe Aktualität, die vielleicht auf den ersten Blick nicht auffällt.

In einem Gespräch verspricht Jesus seinen Jüngern, dass er zu ihnen zurückkehren und sie nicht verlassen wird. Aber im selben Moment spricht er auch den wichtigen Aspekt der Liebe an: Wer Jesus liebt, der hält sich an die Gebote. Wer Jesus liebt, der ist in Jesus und Jesus ist in ihm. Wer Jesus liebt, der ist aber auch zugleich in Gott.

Diese unendliche Liebe, welche die Verbindung zwischen Gott, Jesus und den Menschen herstellt, ist besonders heute, in einer Zeit des Abwendens von der Kirche, aber auch einer Zeit des Nichtglaubens und des Brechens der Gebote sehr bedeutend. Der Hass, der durch Kriege und andere Auseinandersetzungen deutlich wird, hat uns die Liebe, die Jesus uns vorlebt, vergessen lassen. Wer ehrt noch die Eltern in dem Maße, in dem sie es verdienen, da sie doch alles machen für uns? Wie ist denn das Gebot, dass man nicht morden soll, zu verstehen, wenn überall Krieg, Terror und Angst herrscht?

All diese Fragen bleiben offen. Gefunden werden muss aber schließlich ein Weg, um an die Liebe zu glauben. Es kann nicht unmöglich sein, denn Jesus selbst hat es uns vorgelebt.

Durch die Liebe sind wir direkt verbunden mit Gott und durch dieses starke Gefühl sind wir auch nicht mehr alleine, denn dann ist dort jemand, der uns liebt, der in uns ist und wir in ihm.

Wie geht das im Alltag? Vielleicht, indem wir neue Wege beschreiten:

* Öfter ein kleines Danke aussprechen, um damit nicht nur unseren Nächsten, sondern auch anderen die Anerkennung zu zollen, die sie verdienen.

* Statt mit Messern und Waffen in der Hand mit offenen Augen, Ohren und Armen aufeinander zugehen, um Probleme sehen, anderen zuhören und das Gegenüber in Freundschaft umarmen zu können.

Warum nicht einfach probieren?

Warum nicht einfach jetzt einen Neuanfang wagen, der Liebe wegen?

Autor: Sascha Büssemeier, Institut für Religionspädagogik und Medienarbeit, Foto: www.amoris-laetitia.de in:pfarrbriefservice.de

Impressum

Erzbischöfliches Generalvikariat Paderborn
Referat für Exerzitien und Spiritualität in der Hauptabteilung Pastorale Dienste

Dr. Annegret Meyer
Domplatz 3, 33098 Paderborn

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