Neuigkeiten

„Schafft Recht und Gerechtigkeit“ - Erzbistum Paderborn unterstützt Initiative Lieferkettengesetz

Schafft Recht und Gerechtigkeit

"Schafft Recht und Gerechtigkeit" - Kirchliches Engagement in der Initiative Lieferkettengesetz 

Wir alle kennen die Beweggründe, bestimmte Produkte im Weltladen zu kaufen. Für unsere Schokolade sollen keine Kinder gearbeitet haben und für unsere Kleidung keine Fabrikarbeiter*innen gestorben sein, der morgendliche Kaffee soll kein schlechtes Gewissen erzeugen, sondern einen wachen Geist.

Damit diejenigen, die in unseren weltweiten Lieferketten Ausbeutung, Unterdrückung und Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen erfahren, tatsächlich Recht und Gerechtigkeit zuteilwird, braucht es mehr als unseren nachhaltigeren Konsum.

Ein breites Bündnis aus Kirchen, Gewerkschaften, Umwelt- und Entwicklungsorganisationen engagiert sich daher aktuell für ein Lieferkettengesetz: einen gesetzlichen Rahmen, der Unternehmen zur Achtung von Menschenrechten und Umweltstandards in ihrem Auslandsgeschäft verpflichtet. Denn die Erfahrungen zeigen: Auf dem Weg freiwilliger Maßnahmen verbessert sich nur wenig; viele Probleme verschärfen sich durch harte Wettbewerbsbedingungen und schnelllebige Geschäftsmodelle.

2020 will die Bundesregierung über ein Lieferkettengesetz diskutieren. Auch wenn die Zustimmung für verbindliche Regeln wächst und die Chance auf Veränderung nie so greifbar war: Ob die Bundesregierung bis zu den nächsten Wahlen wirksam Spielregeln für Unternehmensverantwortung setzt, ist keinesfalls sicher.

Damit deutlich wird, dass eine breite gesellschaftliche Basis nicht länger bereit ist, die Achtung von Menschenrechten und Umweltstandards der Willkür der Freiwilligkeit zu überlassen, braucht es das Engagement jedes*jeder einzelnen.

Erzbistum Paderborn offizieller Unterstützer der Initiative Lieferkettengesetz

Das Erzbistum Paderborn unterstützt seit Dezember offiziell die Initiative Lieferkettengesetz. Mit dem kirchlichen Engagement unter dem Leitvers "Schafft Recht und Gerechtigkeit" wird deutlich: Gott nimmt Bezug auf die Ungerechtigkeiten in dieser Welt. Er ruft uns zum Handeln und zur Veränderung auf.

Zusammen mit weiteren Partnerinnen und Partnern hat Ulrich Klauke an einer Handreichung mit Anregungen für Gottesdienste und Gemeindeaktionen mitgewirkt, die im Referat Weltmission-Entwicklung-Frieden bestellt werden kann (siehe Kontakte).

Ausstellung zur Ausleihe im IRUM

Ausstellung Lieferkettengesetz Die Ausstellung "Schafft Recht und Gerechtigkeit" mit dem Logo des Erzbistums Paderborn steht ab Januar zur Ausleihe im IRUM in Dortmund und Paderborn zur Verfügung (Nähere Auskünfte erteilen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der jeweiligen Standorte.  

Die Roll-up Ausstellung (bestehend aus sechs Roll-Ups) richtet sich an Kirchengemeinden und kirchliche Gruppen, die sich in der Initiative Lieferkettengesetz für einen gesetzlichen Rahmen zur Achtung von Menschenrechten und Umweltstandards engagieren möchten. Sie gibt Einblicke in Menschenrechtsverstöße und Umweltschäden in den Lieferketten unserer Alltagsprodukte, zeigt Veränderungsmöglichkeiten durch ein Lieferkettengesetz auf und weist auf die bundesweite Initiative Lieferkettengesetz hin.

Mit der Ausstellung in Plakatform kann niedrigschwellig im Gemeindehaus zum Thema „Wirtschaft und Menschenrechte“ informiert werden oder die Plakate können in die Bildungsarbeit eingebunden werden.

Nähere Informationen zur Initiative finden Sie unter www.lieferkettengesetz.de.

Weitere Materialien und Anregungen zum kirchlichen Engagement gibt es beim Südwind-Institut oder im Referat Weltmission-Entwicklung-Frieden (ulrich.klauke@erzbistum-paderborn.de).